Eskalationskosten-Check – was kostet Zögern wirklich?
Dieser Rechner macht die Kosten von Verzögerungen sichtbar: Business-Value, Eintrittswahrscheinlichkeit, Time-Criticality und Meeting-Overhead ergeben eine belastbare CoD-Schätzung – wahlweise im Simple, Pro oder WSJF Modus.
In den meisten Unternehmen werden Meetingstunden sauber budgetiert – die Kosten des Nicht-Entscheidens dagegen kaum. Genau hier setzt der Eskalationskosten-Check an. Das Tool kombiniert erwarteten Business-Value mit Deckungsbeitrag, realer Eintrittswahrscheinlichkeit und der Zeitkritikalität des Vorhabens. So entsteht eine Kennzahl, die CFOs, COOs und Tech-Leads sofort vergleichen können: Cost of Delay (CoD) in Euro gesamt und pro Tag.
Im Simple-Modus arbeiten Sie mit wenigen Parametern – ideal für schnelle Szenarien. Der Pro-Modus ergänzt optionale Risiko-/Extern-Kosten (z. B. SLA-Penalty, Compliance, Churn), damit Verzugsschäden realitätsnäher erfasst werden. WSJF nutzt Time-Criticality nicht als Geld-Multiplikator, sondern nur zur Priorisierung – passend zur Methodik.
Grundlage
Meetingaufwand / Monat
Risiken/Extern (Pro)
Cost Of Delay Gesamt
–
gewichtet nach Wahrscheinlichkeit
CoD pro Tag
–
Einsparung bei TtD-Verkürzung
–
wenn TtD um X Tage sinkt
Verhältnis – CoD gesamt ÷ Meetingkosten/Monat
–
wie oft teurer als 1 Monats-Meetings
Tage bis Meetingkosten „verbrannt“
–
Tage, bis CoD = 1 Monats-Meetingaufwand
Risiko/Extern (Pro-Modus)
–
SLA, Legal, Churn, Attrition, extern
CoD zu hoch? – holen wir Zeit und Geld zurück
Aktuell: – € pro Tag. 20 Minuten Fit-Check: Engpass, Zahlen, nächster sauberer Schritt.
So rechnet der Eskalationskosten-Check
Der Rechner liefert eine Cost-of-Delay-Schätzung (CoD) in Euro - als Gesamtbetrag und als Betrag pro Tag. Grundlage ist: erwarteter monatlicher Wert (unter Risiko) × Verzögerungsdauer - plus optionale externe Risiken im Pro-Modus. Alle Formeln unten sind exakt an den aktuellen JavaScript-Code im Rechner angelehnt.
1) Eingabefelder - was bedeutet was?
- Business Value je Monat (€) (
#val) - zusätzlicher Wert pro Monat, sobald entschieden und umgesetzt ist (Umsatz, Einsparung, Freisetzung). - Deckungsbeitrag (%) (
#margin) - Anteil des Values, der als Beitrag übrig bleibt. Im Code:db = margin/100. - Eintritts-Wahrscheinlichkeit (%) (
#prob) - wie sicher der Wert eintritt. Im Code:prob = prob/100. - Time-Criticality (1-3) (
#tc) - 1 normal, 3 stark zeitkritisch (Window of Opportunity). In Simple/Pro als Multiplikator, in WSJF nicht. - Verzögerung (Monate) (
#delay) - wie lange sich die Entscheidung/Umsetzung verzögert (3 Monate = ca. 90 Tage). - Meetingkosten pro Monat (€) (
#meet) - monatlicher Overhead in Meetings (für Ratio und "verbrannt"-Berechnung). - TtD um X Tage verkürzen (
#ttd) - erwartete Reduktion der Decision Latency in Tagen (für Einsparung). - Benchmark Ziel/Tag (€) (
#esc-bench) - nur Einordnung/Ampeltext (ändert keine Formelwerte).
Pro-Modus (optional)
- SLA-Penalty je Tag (€) (
#sla) - wird über Tage der Verzögerung hochgerechnet. - Compliance/Legal (€) (
#comp) - einmalige erwartete Kosten (gesamt). - Risiko-Accounts (Anzahl) (
#riskAcc) - gefährdete Kundenaccounts. - ARPA je Monat (€) (
#arpa) - Average Revenue per Account pro Monat. - Churn-Wahrscheinlichkeit (%) (
#churn) - Anteil der Risiko-Accounts, der abspringt. - Attrition Personen (
#attr) - erwartete Abgänge durch Eskalation. - Ersatzkosten je Person (€) (
#repl) - Recruiting + Ramp-up pro Rolle. - Externe Kosten gesamt (€) (
#ext) - sonstige externe Kosten (gesamt).
2) Kernformeln - exakt wie im Code
2.1 Erwarteter Wert pro Monat (unter Risiko)
baseMonth = val * (margin/100) * (prob/100)
2.2 Time-Criticality (Multiplikator)
- Simple/Pro:
baseMonth = baseMonth * tc(tc wird auf 1-3 begrenzt) - WSJF:
tcMult = 1(kein Geld-Multiplikator)
2.3 Verzögerungsdauer in Tagen
days = delay * 30
2.4 Cost of Delay Gesamt
total = baseMonth * delay + riskTotal
(riskTotal nur im Pro-Modus, sonst 0)
2.5 CoD pro Tag
Normalfall: perDay = total / (delay*30)
Fallback wenn delay = 0: perDay = baseMonth/30
2.6 Einsparung bei TtD-Verkürzung
save = perDay * ttd
2.7 Verhältnis CoD zu Meetingkosten
ratio = total / meet (nur wenn meet > 0)
2.8 Tage bis Meetingkosten "verbrannt"
burn = meet / perDay (nur wenn perDay > 0 und meet > 0)
3) Pro-Modus - wie Risiko/Extern gerechnet wird
Im Pro-Modus wird ein zusätzlicher Block riskTotal gerechnet und zum CoD addiert:
Formeln für riskTotal öffnen
3.1 SLA-Kosten über die Verzögerung
slaLoss = sla * (delay*30)
3.2 Churn-Verlust (Accounts × ARPA × Churn × Monate)
churnLoss = riskAcc * arpa * (churn/100) * delay
3.3 Attrition-Kosten (Personen × Ersatzkosten)
attrLoss = attr * repl
3.4 Gesamt Risiko/Extern
riskTotal = slaLoss + comp + churnLoss + attrLoss + ext
4) WSJF - was ist hier anders?
Im WSJF-Modus wird Time-Criticality nicht zur Geld-Schätzung genutzt. Das Ergebnis in Euro bleibt damit rein aus Value, Deckungsbeitrag, Wahrscheinlichkeit und Verzögerung abgeleitet. Time-Criticality ist dann ein reiner Priorisierungshebel (Methodik: Weighted Shortest Job First), nicht Teil der CoD-Euro-Rechnung.
5) Ergebnis-Interpretation - was heißt das praktisch?
- CoD Gesamt ist die erwartete Gesamtkostenlast der Verzögerung über die angegebene Dauer (Value unter Risiko + Risiken/Extern im Pro-Modus).
- CoD pro Tag ist die operative Steuergröße - damit kannst du unmittelbar gegen Maßnahmen rechnen ("Was bringt 10 Tage schneller?").
- Einsparung bei TtD übersetzt Geschwindigkeit direkt in Euro:
perDay × Tage. - Ratio zeigt, ob ihr gerade Meetingbudget verbrennt, um nicht zu entscheiden (CoD vs. Meetingkosten/Monat).
- Burn ist der "Aua-Indikator": Nach wie vielen Tagen Verzögerung ist ein ganzer Monat Meetings rechnerisch aufgebraucht.
FAQ zum Eskalationskosten-Check
Kurze Antworten auf die häufigsten Fragen zur Logik, zu den Eingaben und zur Interpretation der Ergebnisse.
Was misst der Eskalationskosten-Check genau?⌄
Was ist der Unterschied zwischen CoD gesamt und CoD pro Tag?⌄
Warum rechnet ihr mit Deckungsbeitrag statt Umsatz?⌄
Wie sollte ich die Eintritts-Wahrscheinlichkeit wählen?⌄
Was bedeutet Time-Criticality (1-3) und wie wirkt sie in den Modi?⌄
- Simple/Pro: Time-Criticality wirkt als Multiplikator (1-3) auf den monatlichen Basiswert.
- WSJF: Time-Criticality ist nur ein Priorisierungssignal und fließt nicht als Geld-Multiplikator in die CoD-Euro-Rechnung ein.
Wie werden "Risiko/Extern" im Pro-Modus berechnet?⌄
- SLA-Penalty wird über die Verzögerungstage hochgerechnet.
- Compliance/Legal zählt als einmalige erwartete Gesamtsumme.
- Churn nutzt Risiko-Accounts × ARPA × Churn-Wahrscheinlichkeit × Verzögerungsmonate.
- Attrition nutzt Personen × Ersatzkosten je Person (Recruiting + Ramp-up).
- Externe Kosten addieren sonstige Ausgaben während der Verzögerung.
Was heißt "Tage bis Meetingkosten verbrannt"?⌄
Ist der Rechner "exakt" oder nur eine grobe Schätzung?⌄
Was mache ich, wenn die CoD sehr hoch ist - aber "niemand entscheidet"?⌄
Eskalationskosten verstehen – und dauerhaft senken
Eskalationen sind selten Einzelfälle, sondern ein Symptom für fehlende Zuständigkeiten, unklare Entscheidungspfade und eine zu lange Time-to-Decision. Der Eskalationskosten-Check macht diese Effekte in Euro pro Tag sichtbar. Er verbindet Meetingkosten, Eintrittswahrscheinlichkeiten und Business Value zu einer belastbaren Hausnummer. Erst wenn die Kosten der Verzögerung transparent sind, lässt sich entscheiden, wo ein Eingriff wirklich Wirkung hat.
Unser Referenzrahmen ist das Decision-OS. Es verankert klare Decision Rights, ein leichtgewichtiges Decision-Log und einen Review-Rhythmus, der Entscheidungen absichert statt sie zu verzögern. In Seminaren & Workshops trainieren wir die notwendigen Routinen im Alltag – vom taktischen Meeting über RACI-Übergaben bis zur sauberen Vorbereitung einer Entscheidung. Mehr dazu im Überblicksbereich Seminare & Workshops.
Warum betonen wir Messbarkeit? Weil Führungsteams Entscheidungen oft nach Gefühl priorisieren. Der Rechner liefert eine objektive Baseline: Wie teuer ist das Zögern pro Tag, wie stark senkt eine um X Tage kürzere TtD die Blindleistung, und ab wann frisst eine Verzögerung mehr Budget als ein ganzer Monat Meetings. Diese Transparenz schafft Handlungssicherheit für COOs, CTOs und CFOs – und macht Investitionen in Governance und Arbeitsrhythmus argumentierbar.
Wenn Eskalationen regelmäßig auftreten, lohnt sich der Schritt vom Reagieren zum System. Startpunkte sind unser kompakter Business Coaching-Einstieg, das 14-Tage-Programm Decision-OS sowie die frei verfügbaren Werkzeuge im Bereich Tools & Downloads. Die Konditionen für Workshops und Programme finden Sie transparent gebündelt unter Preise B2B. Ergebnis bleibt stets gleich: weniger Reopens, kürzere TtD, klarere Verantwortlichkeiten – messbar im Alltag.
Welcher Schritt ist jetzt sinnvoll?
Wenn Eskalationen teuer sind, brauchst du ein System, das Wiederaufnahmen verhindert. Diese Wege führen weiter.
SYSTEM
Decision-OS in 14 Tagen
Decision-Log, Decision Rights, Rhythmus – messbar im Alltag.
KONDITIONEN
Preise B2B
Tagessatz, Staffelung, Storno – transparent gebündelt.
WERKZEUGE
Tools & Rechner
ROI, Meetingkosten, Vollkosten je FTE – aus Bauchgefühl wird Baseline.
START
Erstgespräch anfragen
20–30 Minuten: Ziel, Engpass, nächster Workshop oder direkt Decision-OS.