Eskalationskosten-Check – was kostet Zögern wirklich?

Dieser Rechner macht die Kosten von Verzögerungen sichtbar: Business-Value, Eintrittswahrscheinlichkeit, Time-Criticality und Meeting-Overhead ergeben eine belastbare CoD-Schätzung – wahlweise im Simple, Pro oder WSJF Modus.

Team-Review mit Decision-Log in Berlin – Coachingwerk Berlin

In den meisten Unternehmen werden Meetingstunden sauber budgetiert – die Kosten des Nicht-Entscheidens dagegen kaum. Genau hier setzt der Eskalationskosten-Check an. Das Tool kombiniert erwarteten Business-Value mit Deckungsbeitrag, realer Eintrittswahrscheinlichkeit und der Zeitkritikalität des Vorhabens. So entsteht eine Kennzahl, die CFOs, COOs und Tech-Leads sofort vergleichen können: Cost of Delay (CoD) in Euro gesamt und pro Tag.

Im Simple-Modus arbeiten Sie mit wenigen Parametern – ideal für schnelle Szenarien. Der Pro-Modus ergänzt optionale Risiko-/Extern-Kosten (z. B. SLA-Penalty, Compliance, Churn), damit Verzugsschäden realitätsnäher erfasst werden. WSJF nutzt Time-Criticality nicht als Geld-Multiplikator, sondern nur zur Priorisierung – passend zur Methodik.

Simple/Pro: Time-Criticality kann als Multiplikator wirken. Pro enthält zusätzliche Risiko-/Extern-Kosten.

Grundlage

Meetingaufwand / Monat

Cost Of Delay Gesamt

gewichtet nach Wahrscheinlichkeit

CoD pro Tag

Einsparung bei TtD-Verkürzung

wenn TtD um X Tage sinkt

Verhältnis – CoD gesamt ÷ Meetingkosten/Monat

wie oft teurer als 1 Monats-Meetings

Tage bis Meetingkosten „verbrannt“

Tage, bis CoD = 1 Monats-Meetingaufwand

Risiko/Extern (Pro-Modus)

SLA, Legal, Churn, Attrition, extern

CoD zu hoch? – holen wir Zeit und Geld zurück

Aktuell: – € pro Tag. 20 Minuten Fit-Check: Engpass, Zahlen, nächster sauberer Schritt.

So rechnet der Eskalationskosten-Check

Der Rechner liefert eine Cost-of-Delay-Schätzung (CoD) in Euro - als Gesamtbetrag und als Betrag pro Tag. Grundlage ist: erwarteter monatlicher Wert (unter Risiko) × Verzögerungsdauer - plus optionale externe Risiken im Pro-Modus. Alle Formeln unten sind exakt an den aktuellen JavaScript-Code im Rechner angelehnt.

Simple - Time-Criticality wirkt als Geld-Multiplikator (1-3) Pro - wie Simple + Risiko/Extern (SLA, Legal, Churn, Attrition, externe Kosten) WSJF - Time-Criticality nur für Priorisierung, nicht als Geld-Multiplikator

1) Eingabefelder - was bedeutet was?

  • Business Value je Monat (€) (#val) - zusätzlicher Wert pro Monat, sobald entschieden und umgesetzt ist (Umsatz, Einsparung, Freisetzung).
  • Deckungsbeitrag (%) (#margin) - Anteil des Values, der als Beitrag übrig bleibt. Im Code: db = margin/100.
  • Eintritts-Wahrscheinlichkeit (%) (#prob) - wie sicher der Wert eintritt. Im Code: prob = prob/100.
  • Time-Criticality (1-3) (#tc) - 1 normal, 3 stark zeitkritisch (Window of Opportunity). In Simple/Pro als Multiplikator, in WSJF nicht.
  • Verzögerung (Monate) (#delay) - wie lange sich die Entscheidung/Umsetzung verzögert (3 Monate = ca. 90 Tage).
  • Meetingkosten pro Monat (€) (#meet) - monatlicher Overhead in Meetings (für Ratio und "verbrannt"-Berechnung).
  • TtD um X Tage verkürzen (#ttd) - erwartete Reduktion der Decision Latency in Tagen (für Einsparung).
  • Benchmark Ziel/Tag (€) (#esc-bench) - nur Einordnung/Ampeltext (ändert keine Formelwerte).

Pro-Modus (optional)

  • SLA-Penalty je Tag (€) (#sla) - wird über Tage der Verzögerung hochgerechnet.
  • Compliance/Legal (€) (#comp) - einmalige erwartete Kosten (gesamt).
  • Risiko-Accounts (Anzahl) (#riskAcc) - gefährdete Kundenaccounts.
  • ARPA je Monat (€) (#arpa) - Average Revenue per Account pro Monat.
  • Churn-Wahrscheinlichkeit (%) (#churn) - Anteil der Risiko-Accounts, der abspringt.
  • Attrition Personen (#attr) - erwartete Abgänge durch Eskalation.
  • Ersatzkosten je Person (€) (#repl) - Recruiting + Ramp-up pro Rolle.
  • Externe Kosten gesamt (€) (#ext) - sonstige externe Kosten (gesamt).

2) Kernformeln - exakt wie im Code

2.1 Erwarteter Wert pro Monat (unter Risiko)

baseMonth = val * (margin/100) * (prob/100)

2.2 Time-Criticality (Multiplikator)

  • Simple/Pro: baseMonth = baseMonth * tc (tc wird auf 1-3 begrenzt)
  • WSJF: tcMult = 1 (kein Geld-Multiplikator)

2.3 Verzögerungsdauer in Tagen

days = delay * 30

2.4 Cost of Delay Gesamt

total = baseMonth * delay + riskTotal
(riskTotal nur im Pro-Modus, sonst 0)

2.5 CoD pro Tag

Normalfall: perDay = total / (delay*30)
Fallback wenn delay = 0: perDay = baseMonth/30

2.6 Einsparung bei TtD-Verkürzung

save = perDay * ttd

2.7 Verhältnis CoD zu Meetingkosten

ratio = total / meet (nur wenn meet > 0)

2.8 Tage bis Meetingkosten "verbrannt"

burn = meet / perDay (nur wenn perDay > 0 und meet > 0)

Interpretation: burn zeigt, nach wie vielen Tagen Verzögerung die CoD genauso hoch ist wie ein kompletter Monat Meeting-Overhead.

3) Pro-Modus - wie Risiko/Extern gerechnet wird

Im Pro-Modus wird ein zusätzlicher Block riskTotal gerechnet und zum CoD addiert:

Formeln für riskTotal öffnen

3.1 SLA-Kosten über die Verzögerung

slaLoss = sla * (delay*30)

3.2 Churn-Verlust (Accounts × ARPA × Churn × Monate)

churnLoss = riskAcc * arpa * (churn/100) * delay

3.3 Attrition-Kosten (Personen × Ersatzkosten)

attrLoss = attr * repl

3.4 Gesamt Risiko/Extern

riskTotal = slaLoss + comp + churnLoss + attrLoss + ext

Diese Logik ist bewusst pragmatisch: Sie bildet typische Eskalationsfolgen ab (Pönalen, Compliance, Kundenverlust, Fluktuation, externe Kosten), ohne "perfekte" Controlling-Modelle zu benötigen.

4) WSJF - was ist hier anders?

Im WSJF-Modus wird Time-Criticality nicht zur Geld-Schätzung genutzt. Das Ergebnis in Euro bleibt damit rein aus Value, Deckungsbeitrag, Wahrscheinlichkeit und Verzögerung abgeleitet. Time-Criticality ist dann ein reiner Priorisierungshebel (Methodik: Weighted Shortest Job First), nicht Teil der CoD-Euro-Rechnung.

Wichtig: Der Rechner zeigt im WSJF-Modus trotzdem CoD in Euro - nur ohne TC-Multiplikator. Das hält die Logik konsistent und macht WSJF-Vergleiche sauberer.

5) Ergebnis-Interpretation - was heißt das praktisch?

  • CoD Gesamt ist die erwartete Gesamtkostenlast der Verzögerung über die angegebene Dauer (Value unter Risiko + Risiken/Extern im Pro-Modus).
  • CoD pro Tag ist die operative Steuergröße - damit kannst du unmittelbar gegen Maßnahmen rechnen ("Was bringt 10 Tage schneller?").
  • Einsparung bei TtD übersetzt Geschwindigkeit direkt in Euro: perDay × Tage.
  • Ratio zeigt, ob ihr gerade Meetingbudget verbrennt, um nicht zu entscheiden (CoD vs. Meetingkosten/Monat).
  • Burn ist der "Aua-Indikator": Nach wie vielen Tagen Verzögerung ist ein ganzer Monat Meetings rechnerisch aufgebraucht.

FAQ zum Eskalationskosten-Check

Kurze Antworten auf die häufigsten Fragen zur Logik, zu den Eingaben und zur Interpretation der Ergebnisse.

Was misst der Eskalationskosten-Check genau?
Der Rechner schätzt die Cost of Delay (CoD) - also die erwarteten Kosten, die entstehen, wenn eine Entscheidung und die daraus folgende Wirkung zu spät kommt. Er kombiniert den erwarteten monatlichen Business Value (unter Risiko) mit der Verzögerungsdauer und - im Pro-Modus - mit externen Schäden wie SLA-Pönalen, Compliance/Legal, Churn oder Attrition.
Was ist der Unterschied zwischen CoD gesamt und CoD pro Tag?
CoD gesamt ist die erwartete Gesamtkostenlast über die angegebene Verzögerung (Monate). CoD pro Tag ist die operative Steuergröße: Sie macht sichtbar, was ein weiterer Tag Warten kostet - und wie viel Euro eine Verkürzung der Time-to-Decision bringt.
Warum rechnet ihr mit Deckungsbeitrag statt Umsatz?
Umsatz ist oft ein zu optimistischer Proxy. Mit Deckungsbeitrag wird konservativer gerechnet: Es zählt nur der Teil des Werts, der nach variablen Kosten wirklich wirksam ist. So wird die CoD-Schätzung robuster - gerade gegenüber CFO- und Controlling-Perspektiven.
Wie sollte ich die Eintritts-Wahrscheinlichkeit wählen?
Als Faustregel: 100 % nur, wenn der Wert praktisch sicher ist (z. B. bereits unterschriebener Vertrag, feste Einsparung). In vielen Fällen sind 50-80 % realistischer. Der Rechner gewichtet den Wert entsprechend - damit Szenarien vergleichbar bleiben.
Tipp: Rechne einmal konservativ (z. B. 60 %) und einmal optimistisch (z. B. 90 %). Wenn beide Varianten "teuer" sind, ist das ein starkes Signal.
Was bedeutet Time-Criticality (1-3) und wie wirkt sie in den Modi?
Time-Criticality beschreibt, wie stark ein Zeitfenster oder ein externer Druck existiert (z. B. Window of Opportunity, Abhängigkeiten, Markt, Audit).
  • Simple/Pro: Time-Criticality wirkt als Multiplikator (1-3) auf den monatlichen Basiswert.
  • WSJF: Time-Criticality ist nur ein Priorisierungssignal und fließt nicht als Geld-Multiplikator in die CoD-Euro-Rechnung ein.
Wie werden "Risiko/Extern" im Pro-Modus berechnet?
Im Pro-Modus addiert der Rechner optionale Schäden zur CoD:
  • SLA-Penalty wird über die Verzögerungstage hochgerechnet.
  • Compliance/Legal zählt als einmalige erwartete Gesamtsumme.
  • Churn nutzt Risiko-Accounts × ARPA × Churn-Wahrscheinlichkeit × Verzögerungsmonate.
  • Attrition nutzt Personen × Ersatzkosten je Person (Recruiting + Ramp-up).
  • Externe Kosten addieren sonstige Ausgaben während der Verzögerung.
Was heißt "Tage bis Meetingkosten verbrannt"?
Das ist ein einfacher Vergleich: Wie viele Tage Verzögerung braucht es, bis die CoD so hoch ist wie ein kompletter Monat Meetingkosten. Mathematisch: Meetingkosten/Monat ÷ CoD pro Tag. Wenn hier z. B. 2,7 Tage steht, ist das ein klares Signal: Ihr verbrennt in wenigen Tagen mehr als ein ganzer Monat Meeting-Overhead.
Ist der Rechner "exakt" oder nur eine grobe Schätzung?
Es ist bewusst eine belastbare Hausnummer, keine perfekte Controlling-Rechnung. Der Zweck ist: Entscheidungen vergleichen, Prioritäten sauber begründen und eine gemeinsame Sprache zwischen COO/CTO/CFO herstellen. Für High-Stakes-Fälle kann man die Inputs gemeinsam nachschärfen - die Logik bleibt dieselbe.
Was mache ich, wenn die CoD sehr hoch ist - aber "niemand entscheidet"?
Dann ist das kein Mut-Problem, sondern ein Systemproblem: unklare Decision Rights, fehlende Entscheidungsforen, zu wenig Vorbereitung oder Reopen-Schleifen. Der nächste sinnvolle Schritt ist ein kurzer Fit-Check: Engpass bestimmen, Decision-Log/Forum/SLA definieren, und eine realistische TtD-Reduktion ableiten.
Typischer Effekt: Schon 10-30 Tage kürzere Time-to-Decision bringen sofort messbare Einsparung - weil CoD pro Tag die Steuergröße ist.

Eskalationskosten verstehen – und dauerhaft senken

Eskalationen sind selten Einzelfälle, sondern ein Symptom für fehlende Zuständigkeiten, unklare Entscheidungspfade und eine zu lange Time-to-Decision. Der Eskalationskosten-Check macht diese Effekte in Euro pro Tag sichtbar. Er verbindet Meetingkosten, Eintrittswahrscheinlichkeiten und Business Value zu einer belastbaren Hausnummer. Erst wenn die Kosten der Verzögerung transparent sind, lässt sich entscheiden, wo ein Eingriff wirklich Wirkung hat.

Unser Referenzrahmen ist das Decision-OS. Es verankert klare Decision Rights, ein leichtgewichtiges Decision-Log und einen Review-Rhythmus, der Entscheidungen absichert statt sie zu verzögern. In Seminaren & Workshops trainieren wir die notwendigen Routinen im Alltag – vom taktischen Meeting über RACI-Übergaben bis zur sauberen Vorbereitung einer Entscheidung. Mehr dazu im Überblicksbereich Seminare & Workshops.

Warum betonen wir Messbarkeit? Weil Führungsteams Entscheidungen oft nach Gefühl priorisieren. Der Rechner liefert eine objektive Baseline: Wie teuer ist das Zögern pro Tag, wie stark senkt eine um X Tage kürzere TtD die Blindleistung, und ab wann frisst eine Verzögerung mehr Budget als ein ganzer Monat Meetings. Diese Transparenz schafft Handlungssicherheit für COOs, CTOs und CFOs – und macht Investitionen in Governance und Arbeitsrhythmus argumentierbar.

Wenn Eskalationen regelmäßig auftreten, lohnt sich der Schritt vom Reagieren zum System. Startpunkte sind unser kompakter Business Coaching-Einstieg, das 14-Tage-Programm Decision-OS sowie die frei verfügbaren Werkzeuge im Bereich Tools & Downloads. Die Konditionen für Workshops und Programme finden Sie transparent gebündelt unter Preise B2B. Ergebnis bleibt stets gleich: weniger Reopens, kürzere TtD, klarere Verantwortlichkeiten – messbar im Alltag.

Welcher Schritt ist jetzt sinnvoll?

Wenn Eskalationen teuer sind, brauchst du ein System, das Wiederaufnahmen verhindert. Diese Wege führen weiter.

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